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Eine Alpacageburt läuft in drei Phasen ab. Während der ersten Phase (Vorbereitungsphase) sind die Stuten meist sehr unruhig und setzen vermehrt Kot und Harn ab. In der zweiten Phase (Eröffnungsphase) beginnt die Gebärmutter durch Kontraktion das Fohlen ins mütterliche Becken zu bringen. Dabei zeigen die Tiere ihr Unwohlsein durch häufiges Abliegen und Aufstehen sowie Umdrehen. Wir konnten sogar Stuten beobachten, welche sich dabei für einige Minuten auf den Rücken gelegt und die Hinterbeine gegen die Wand oder den Baumstamm gestemmt haben. Die dritte Phase (Austreibungsphase) beginnt mit dem Austreten von Flüssigkeit aus der Scheide. Danach sollte das Fohlen innert 60 Minuten zur Welt gebracht werden. Auch während dieser Phase ist es normal, dass sich die Stuten hinlegen, wälzen um dann wieder aufzustehen. Chocolat befindet sich auf unseren Fotos bereits in der Austreibungsphase.


Hier sieht man schon die Nase von Chamba und sie atmet bereits.
Dies ist ein gutes Zeichen da es auch schon mal vorkommen kann,
dass die Fruchtblase nicht platzt und die Fohlen darin ersticken
könnten. Das beim platzen der Fruchtblase ausgetretene Frucht-
wasser befeuchtet zudem den Geburtskanal und erleichtert die Geburt.

Beim nächsten pressen erscheinen die beiden Vorderfüsschen.....

....gefolgt vom Kopf.
Danach tritt meistens eine wehenlose Pause ein.
Jetzt sind die Tanten schon neugierig und können es kaum erwarten.

Normalerweise würde nun das Fohlen ganz ausgetrieben werden.
Leider ist dies Chocolat nicht gelungen, da sich das Fohlen nicht
in der korrekten Lage befindet. Es sieht hier zwar aus als ob Chamba
genau richtig in Vorderendlage liegt, was jedoch nicht der Fall ist. Ihr
Kopf befindet sich nicht zwischen den Beinen sondern dahinter, was
zur Konsequenz hat, dass sie mit Brust und Bauch nicht nach unten 
ausgerichtet ist, sondern seitlich nach oben. Sie hat sich also nicht
richtig gedreht und hängt fest. Normalerweise würde das Fohlen 
mit der ersten Wehe nach der Pause sehr schnell ausgetrieben.
In der Hoffnung das Fohlen würde sich noch drehen, entscheiden wir
noch einen Moment abzuwarten.


Chocolat hat es wohl auch bemerkt und versucht durch sanftes
wälzen das Fohlen zu drehen. Leider gelingt dies nicht und Chocolat
bleibt ruhig liegen und lässt mich noch näher herankommen.

Vorsichtig nehme ich Chambas rechtes Bein, welches sich links vom
Kopf befindet, es geht ganz leicht, und schon nimmt das Wunder
seinen Lauf. Wie von selbst schlüpft das kleine Geschöpf endlich
hinaus. Vorsichtig stützte ich dabei das Köpfchen und brauche gar
nicht mehr zu tun, als mich mit allen anderen zu freuen.

 
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